Direkt zum Hauptbereich

264 Millionen Kindern weltweit wird der Schulbesuch verwehrt

Die Bundesregierung muss dringend handeln, um diese Bildungskrise zu beenden!

Berlin (ots) -
  • Global Citizen und NGO-Bündnis senden mit der Veranstaltung
    "Unplugged im Bundestag" starkes Signal für Bildung für alle
  • Zivilgesellschaft fordert von der Bundesregierung sofortige
    massive Mittelerhöhung für die Globale Bildungspartnerschaft
Um auf die weltweite Bildungskrise aufmerksam zu machen, richtet Global Citizen gemeinsam mit der Globalen Bildungskampagne (GBK), der Christoffel-Blindenmission (CBM), ONE, Oxfam, Plan International Deutschland, Save the Children und UNICEF heute die Veranstaltung "Unplugged im Bundestag - Für mehr Bildungschancen weltweit" zur Unterstützung der Globalen Bildungspartnerschaft (GPE) aus. Mit dabei sind die Sängerin Namika ("Lieblingsmensch") und Eurovision-Gewinnerin Lena Meyer-Landrut sowie GPE-Geschäftsführerin Alice Albright. Bundestags-Vizepräsidentin Claudia Roth unterstützt den Event als Schirmfrau.

"264 Millionen Mädchen und Jungen besuchen keine Schule. Millionen, die zwar eine Schule besuchen, lernen weder schreiben noch rechnen. Besonders benachteiligt sind Mädchen sowie Kinder und Jugendliche mit Behinderungen. Das ist ein Missstand, der mit der nötigen Finanzierung behoben werden kann", sagt Carolin Albrecht, Leiterin von Global Citizen Deutschland.

Jan-Thilo Klimisch (CBM), Sprecher der Globalen Bildungskampagne: "Die Bundesregierung macht sich mitschuldig an der globalen Bildungskrise, denn sie hat in den vergangenen Jahren ihre Unterstützung für Grundbildung verringert. Das ist genau der falsche Weg, wenn man Benachteiligte und Diskriminierte besser erreichen möchte. Dass es noch keine neue Regierung gibt, darf keine Entschuldigung dafür sein, sich bei der anstehenden Finanzierungskonferenz einfach weg zu ducken."

Ein breites Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen fordert die Bundesregierung daher auf, ihre Mittel für die Globale Bildungspartnerschaft (GPE) auf der Finanzierungskonferenz am 2. Februar 2018 in Dakar, Senegal, von derzeit 7 Millionen Euro auf 100 Millionen Euro jährlich zu erhöhen.

"Bildung ist ein Grundnahrungsmittel", betont die Vizepräsidentin des Bundestags Claudia Roth. "Bildung ist Voraussetzung für eine friedlichere Zukunft und eine gerechte nachhaltige Entwicklung. Deutschland muss sich viel stärker für inklusive Grundbildung weltweit engagieren. Auf der Finanzierungskonferenz der Globalen Bildungspartnerschaft in Dakar braucht es ein klares Signal für eine Bildung, die niemanden zurücklässt. Und dafür braucht es deutlich mehr Geld."

Ohne Zugang zu Bildung gibt es keine Zukunftschancen für Millionen von Kindern und Jugendlichen - besonders auf dem afrikanischen Kontinent. Mädchen sowie Kinder und Jugendliche mit Behinderungen sind hierbei am stärksten benachteiligt. Die Akteur*innen der Zivilgesellschaft weisen deutlich darauf hin, dass Investitionen in Bildung Perspektiven vor Ort schaffen und damit auch in die globale Stabilität und Sicherheit einzahlen. Die Europäische Kommission hat am vergangenen Dienstag bereits 287,5 Millionen Euro für den Zeitraum 2018-2020 für die Arbeit der GPE zugesagt. Dies entspricht einer Mittelerhöhung von 100 Millionen Euro. Ein positives Signal, dem die deutsche Regierung dringend folgen muss.

Zusatzinformation:

Am 1. und 2. Februar 2018 richten Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Senegals Präsident Macky Sall gemeinsam die Finanzierungskonferenz der Globalen Bildungspartnerschaft in Dakar aus, um 870 Millionen Kindern in 89 Ländern eine gute Schulbildung zu ermöglichen.

Über GPE

Die Globale Bildungspartnerschaft (GPE) ist eine Partnerschaft, die Regierungen von mehr als 60 Entwicklungs- und über 20 Geberländern, internationale Organisationen (UNHCR, UNICEF), die Zivilgesellschaft, Lehrkräfte und den Privatsektor zusammenbringt. Das gemeinsame Ziel der Partner ist es, durch die Stärkung von Bildungssystemen, allen Kindern und Jugendlichen weltweit eine hochwertige Grundbildung zu ermöglichen.

Zeichner der Pressemeldung & Kontakt für Journalist*innen:

  • Global Citizen
  • Globale Bildungskampagne / Christoffel-Blindenmission (CBM) -
  • ONE in Deutschland
  • Oxfam
  • Plan International Deutschland
  • Save the Children
  • UNICEF Deutschland

Pressekontakt:

Original-Content von: Save the Children Deutschland e.V., übermittelt durch news aktuell



Buchtipps:
Diesen Blog gibt es auch als App
Zum App Store

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Studie ermittelt: Das kostet ein Schulleben in Deutschland - #Schule

Berlin (ots) - Die Einschulung steht vor der Tür, aber die wenigsten Eltern wissen, welche Kosten auf sie zukommen, wenn ihr Kind in die Schule kommt. Das Vergleichs- und Shoppingportal idealo hat die Schulausgaben in Deutschlands Bundesländern etwas genauer unter die Lupe genommen und dabei Kosten wie Einschulung, Erstausstattung, Bücher- und Essenskosten, Verkehrstickets, Arbeitsmaterialien sowie Ausgaben für Klassenfahrten und Hortbetreuung, den mit Abstand am teuersten Kostenpunkt, kalkuliert* - das Ergebnis: Ein Schulleben in Deutschland kostet von der Einschulung bis zum Abitur durchschnittlich 20.700 Euro. Zur Einschulung geben alle Bundesländer in etwa 425 bis 525 Euro** aus, somit gestaltet sich der Start fast überall gleich. Doch ab dem ersten Schultag gehen die Kosten stark auseinander, Preisschwankungen sind im Bundesvergleich deutlich erkennbar. Das Schulleben ist in Niedersachsen am teuersten obs/ Idealo Internet GmbH/ idealo internet GmbH Mit 27.300 Euro ist ei...

"Matti und Sami und die drei größten Fehler des Universums" (NDR/MDR/KiKA/rbb)

Verhängnisvolle Schwindeleien bei LOLLYWOOD am 31. Januar 2020 Erfurt (ots) - Wie drei Lügen die Welt von Matti nach und nach in Schieflage bringen, zeigt KiKA am 31. Januar 2020 um 19:30 Uhr bei LOLLYWOOD in der Verfilmung des erfolgreichen Kinder- und Jugendromans " Matti und Sami und die drei größten Fehler des Universums " (NDR/MDR/KiKA/rbb) von Salah Naoura. Das Universum muss durcheinander geraten sein, findet der zehnjährige Matti (Mikke Rasch) - und zwar durch die unzähligen Lügen der Erwachsenen um ihn herum: Sein Vater Sulo (Tommi Korpela) behauptet, er habe einen neuen Job in der Schweiz, seine Mutter (Sabine Timoteo) schwindelt sich gemeinsam mit der Zeitung einen Delfin in den Ententeich und die vermeintlichen monatlichen Spenden aus der Familienkasse für Tiere in Not, gibt es auch nicht. Um das Gleichgewicht im Universum wieder herzustellen, beschließt Matti, selbst einige Lügen in die Welt zu setzen und hofft, damit dem Glück ein wenig nachzuhelfen. Mit H...

Fiete, Adam, Ella und Olivia sind die Trendnamen 2018

Berlin (ots) - Das Familienfinanzportal Elterngeld.de hat etwa 25% aller Geburtsmeldungen aus dem ersten Quartal 2018 ausgewertet und daraus eine repräsentative Vornamensstatistik für das aktuelle Jahr erstellt. Wie auch im Vorjahr führen Emma und Ben die Topliste an. obs/fabulabs GmbH/Elterngeld.de Die 10 beliebtesten Jungennamen mit Veränderung zum Vorjahr: Ben Leon (+1) Paul (+1) Felix (+1) Finn / Fynn (+3) Lukas / Lucas (+4) Maximilian (+4) Elias (+1) Noah (-3) Jonas (-8) Die 10 beliebtesten Mädchennamen mit Veränderung zum Vorjahr: Emma Emilia (+1) Hannah / Hanna (+1) Sofia / Sophia (-2) Mia Lina Mila Lea / Leah (+1) Clara / Klara (+2) Marie (-2) Eine vollständige Liste der Top 200 Vornamen aus 2018 gibt es hier: https://www.elterngeld.de/beliebteste-vornamen-2018/ Bei den Jungen gab es in den Top10 größere Verschiebungen: Finn kletterte von Platz 8 auf Platz 5, Lukas von 10 auf 6 und Maximilian von 11 auf 7. Jonas fiel hingegen von Platz 2 auf 1...