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Kommt mit der Schultüte auch der Stress?

Damit Druck nicht krank macht: KKH-Psychologin rät Schülern zur Aussprache

Hannover, 15. August 2019 - Neue Umgebung, neue Menschen, neue Herausforderungen, anderes Lernen: Schon bei den Erstklässlern kann die Schultüte außer mit Süßigkeiten und Buntstiften bereits mit einer Portion Druck gefüllt sein. "Für einen gesunden Schulstart ist es wichtig, die Kinder zu unterstützen und möglichen Stressfaktoren wie Streit und Überforderung frühzeitig entgegenzuwirken", sagt Franziska Klemm, Psychologin bei der KKH Kaufmännische Krankenkasse. "Denn Schule soll ja vor allem Spaß machen. Schließlich lernen die Kinder nicht nur Rechnen, Lesen und Schreiben, sondern finden auch neue Freunde und werden selbstständiger."

Damit Stress und Druck die positiven Erfahrungen gar nicht erst überlagern und am Ende krank machen, ist es wichtig, dass Eltern genau hinschauen. "Sie sollten ihre Kinder eigene Erfahrungen sammeln lassen, ihnen dabei aber Sicherheit und Unterstützung signalisieren und sie nicht mit ihren Sorgen allein lassen", rät die Expertin. Denn wie bereits der KKH-Report "Endstation Depression - Wenn Schülern alles zu viel wird" von 2018 gezeigt hat, haben immer mehr Sechs- bis 18-Jährige Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung, die in psychische Erkrankungen wie Angststörungen und Depressionen münden können. Demnach waren 26.500 KKH-versicherte Schüler bundesweit betroffen, hochgerechnet auf ganz Deutschland sind das etwa 1,1 Millionen Kinder und Jugendliche.

Die häufigsten Auslöser für Stress sind laut einer Forsa-Umfrage der KKH permanenter Leistungsdruck in der Schule, Mobbing sowie gesellschaftlicher Druck durch Medien, Idole und Influencer. Jeden fünften Sechs- bis Neunjährigen belastet Streit mit Freunden und Mobbing durch Mitschüler am meisten, bei den Zehn- bis 18-Jährigen steht klar Konkurrenz- und Leistungsdruck in der Schule an erster Stelle (31 Prozent). "Zu einer gesunden Entwicklung gehört es dazu, solche Herausforderungen zu meistern und Widerstände zu überwinden", sagt Franziska Klemm. Doch hin und wieder geht dies auch bei den älteren Schülern nicht ohne Hilfe - etwa, wenn zum neuen Schuljahr ein Klassen- oder Schulwechsel ansteht und alles plötzlich ganz fremd ist. Jugendlichen, die beispielsweise überfordert sind oder gemobbt werden, rät die Psychologin, sich nicht zurückzuziehen, sondern sich frühzeitig an jemanden zu wenden, dem sie sich anvertrauen möchten. Das können Lehrer, Eltern, Verwandte oder Freunde sein. "Hilfe zu suchen, ist ein ganz wichtiger erster Schritt und absolut nichts Schlimmes", betont Klemm.

Gerade Cybermobbing ist ein ernstzunehmendes Problem. Denn durch die scheinbare Verfremdung der Kommunikation werden Hemmschwellen herabgesetzt und Mobbing kann besonders schnell und breit wirken. Deshalb sollten Eltern und Lehrer Kindern und Jugendlichen unbedingt deutlich machen, dass es genauso schlimm ist, etwas Schlechtes über jemanden verbal zu verbreiten als es online zu posten. "Entscheidend ist der richtige Umgang mit Smartphones und sozialen Netzwerken, Verbote dagegen machen digitale Medien nur noch attraktiver", sagt Klemm.

Hinweis für die Redaktionen: Den Report "Endstation Depression - Wenn Schülern alles zu viel wird" mit weiteren Tipps zum Thema "Stress bei Schülern" finden Sie unter kkh.de/presse/reports.

Die KKH Kaufmännische Krankenkasse ist eine der größten bundesweiten gesetzlichen Krankenkassen mit 1,7 Millionen Versicherten. Nähere Informationen erhalten Sie unter https://www.kkh.de/presse/portrait.

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