Direkt zum Hauptbereich

Medienbildung in Schulen mit außerschulischen Partnern erfolgreich umsetzen - @FSM_de

Neue Studie über Bildungspartnerschaften und Onlinetool veröffentlicht

Berlin (ots) - Schulen und ihre Partner schätzen ihre Zusammenarbeit bei der Medienbildung von Kindern und Jugendlichen als erfolgreich ein, wünschen sich aber mehr Förderung. Dies zeigt die neue von der FSM veröffentlichte Studie "Bildungspartnerschaften zwischen Schule und außerschulischen Akteuren der Medienbildung". Erstmals wurden hier die Chancen und Probleme der Zusammenarbeit zwischen Schulen und außerschulischen Bildungseinrichtungen, Medienpädagogen, gemeinnützigen Vereinen oder Unternehmen untersucht. Die Studie ist abrufbar unter www.medien-in-die-schule.de/bildungspartnerschaften.

Ein besonderes Augenmerk richtet die Studie auf die Rahmenbedingungen der Zusammenarbeit und analysiert die unterschiedlichen Partner, deren Ziele und Erwartungen. Die außerschulischen Akteure bringen wichtige Kompetenzen als Ergänzung zur Schule mit. Dies sind Fachkenntnisse bezüglich neuer Medienentwicklungen, einen engen Bezug zur Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen, spezifische Produktionstechniken, bereitgestellte Technik oder oft auch finanzielle Mittel aus Förderungen.

Dabei herrschen klare Vorstellungen von einer idealen Zusammenarbeit: So wird beispielsweise eine Verankerung des Themas Medienbildung in der Schule gewünscht, ein Verständnis der Partner für den Lernraum Schule und ein gegenseitiges Ergänzen der fachlichen und medienpädagogischen Kompetenzen. Wichtig ist den Befragten zudem, sich an den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen zu orientieren.

"Es gibt zahlreiche Initiativen, Unternehmen und Vereine, die sich in der digitalen Bildung und der Förderung von Medienkompetenz engagieren. Bisher wusste man nur wenig über Art und Ausmaß dieser Kooperationen zwischen Schulen und außerschulischen Akteuren. Umso verdienstvoller ist es, dass die vorliegende Studie erstmals eine Kartierung der Landschaft der vielfältigen Kooperationsformen vornimmt, die es schon heute gibt." sagt Saskia Esken, Schirmherrin der Studie und Berichterstatterin für Digitale Bildung und stellvertretende netzpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion.

Probleme gibt es aus Sicht der Beteiligten dann, wenn ein fehlendes bzw. unterschiedliches Verständnis über Medienbildung bzw. Medienkompetenz vorliegt. Auch strukturelle Bedingungen beeinflussen, ob und wie ein Austausch über die Ziele der Zusammenarbeit stattfindet.

Um Kooperationen zwischen Schulen und ihren außerschulischen Partnern künftig zu erleichtern und dabei typische Schwierigkeiten zu vermeiden, stellt die FSM ein Onlinetool bereit. Der Fragebogen weist auf wichtige Aspekte sowie Inhalte, Austausch- und Anknüpfungspunkte hin. Das Tool ist abrufbar unter www.medien-in-die-schule.de/bildungspartnerschaften.

Gestern Abend wurden die Studie und das Onlinetool in einer Veranstaltung im Magnus-Haus Berlin einem Fachpublikum vorgestellt und diskutiert (http://ots.de/PQ5Rm). Die Studie wurde im Auftrag der FSM vom JFF - Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis gemeinsam mit JFF-Berlin-Brandenburg mittels einer Onlinebefragung unter den verschiedenen Akteuren sowie einer Befragung von Experten realisiert. Unterstützt wurde das Vorhaben von der Auerbach Stiftung, Google Deutschland und der EU-Initiative klicksafe.

Zitiervorschlag für die Studie:

Brüggen, Niels; Bröckling, Guido; Wagner, Ulrike (2017): Bildungspartnerschaften zwischen Schule und außerschulischen Akteuren der Medienbildung. Herausgegeben von FSM - Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V. Berlin. 2017. Online verfügbar unter: www.medien-in-die-schule.de/bildungspartnerschaften

Über die FSM

Die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM e.V.) ist eine anerkannte Selbstkontrolleinrichtung für den Bereich Telemedien. Der Verein engagiert sich maßgeblich für den Jugendmedienschutz - insbesondere die Bekämpfung illegaler, jugendgefährdender und entwicklungsbeeinträchtigender Inhalte in Online-Medien. Dazu betreibt die FSM eine Beschwerdestelle, an die sich jedermann kostenlos wenden kann, um jugendgefährdende Online-Inhalte zu melden. Die umfangreiche Aufklärungsarbeit und Medienkompetenzförderung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gehören zu den weiteren Aufgaben der FSM.

Pressekontakt:

FSM e.V., www.fsm.de; Björn Schreiber, Beuthstr. 6, 10117 Berlin;
Tel.: 030 24 04 84 - 48, schreiber@fsm.de, @FSM_de

Original-Content von: FSM e.V., übermittelt durch news aktuell


Buchtipps:

Beliebte Posts aus diesem Blog

Crowdfunding für digitale Bildung | #Bildung #Medien #Kinder

HABA Digitalwerkstatt möchte allen Kindern die Teilhabe an der digitalisierten Gesellschaft ermöglichen Berlin (ots) - Ziel der HABA Digitalwerkstatt ist es, Kinder zu befähigen, Gestalter der digitalen Welt zu werden. Am 25. September startet das Unternehmen aus Berlin deshalb auf der Crowdfunding-Plattform Startnext seine Kampagne für die Digitalwerkstatt Box. Mindestens 100.000 Euro sollen eingesammelt werden, damit sich digitale Bildung auf den Weg in jedes Wohnzimmer Deutschlands machen kann.

"Mit der HABA Digitalwerkstatt Box geben wir Familien erstmalig die Chance, aus dem eigenen Wohnzimmer eine kleine Digitalwerkstatt zu machen. Kinder und Eltern können sich der digitalen Welt gemeinsam nähern, ganz unabhängig von ihren Vorkenntnissen, dem Wohnort oder den Angeboten in der Schule", fasst die Gründerin der HABA Digitalwerkstatt, Verena Pausder, die Idee der Box zusammen. Ein Team aus erfahrenen Pädagogen, Lehrkräften, Informatikern und Programmierern konzipiert dazu…

Studie: Jugend (ver)zweifelt an Smartphone-Kompetenz von Eltern und Großeltern

Frankfurt (ots) - Egal ob Middle-, Best- oder Silver-Ager - aus Sicht der 16- bis 35-Jährigen haben Eltern und Großeltern in Sachen Smartphone den Anschluss verloren. So sagen 81 Prozent der für die aktuelle Studie "Familie und Smartphone" Befragten, dass ihre Eltern langsamer mit dem Smartphone umgehen als sie. Zudem kritisieren 66 Prozent der Kinder, dass ihre Eltern viele Funktionen des internetfähigen Handys nicht verstehen. In der Generation der Großeltern beschränken sich nach Aussage ihrer Enkel sogar 77 Prozent auf nur wenige Funktionen des Smartphones. Für die Studie hat der Mobiltelefon-Anbieter Emporia 1.000 junge Bundesbürger befragt.

"Wie unsere Studie weiter zeigt, geht es den Befragten dabei nicht um jugendliches Imponiergehabe, weil sie die gerade angesagte App praktisch mit geschlossenen Augen bedienen können", sagt Eveline Pupeter, CEO und Eigentümerin von Emporia. "Im Gegenteil: Die so genannten Digital Natives haben ein gutes Gespür dafür, …

Ganztagsschulen in Deutschland

Bad Rodach (ots) - Schule von 8 bis 13 Uhr? Was in Deutschland nach wie vor Standard ist, gilt in vielen anderen Ländern schon lange als Auslaufmodell. Ganztagsschulen sind in Europa ebenso wie in Asien oder Amerika an der Tagesordnung. Wenn es nach den Eltern schulpflichtiger Kinder ginge, wäre das in Deutschland auch der Fall: 72 Prozent wünschen sich laut der aktuellen 4. JAKO-O Bildungsstudie einen Ganztagsschulplatz für ihr Kind, aber nur 47 Prozent der befragten Eltern haben aktuell tatsächlich einen solchen Platz.

Zahlreiche Bildungsexperten sehen Ganztagsschulen als Schlüssel zu mehr Bildungsgerechtigkeit und einem allgemein höheren Bildungsniveau. Die Ergebnisse der PISA-Studien scheinen ihnen dabei Recht zu geben. Regelmäßig stehen hier Länder mit einem gut ausgebauten Ganztagsschulsystem ganz oben im Ranking - etwa Kanada, Singapur und Estland.

Ein Blick auf die Schulen in diesen Ländern zeigt auch, was sich an vielen der bereits bestehenden Ganztagsschulen in Deutschland n…