Direkt zum Hauptbereich

Den Schulweg rechtzeitig üben - #Schulweg

München (ots) - Nach den Sommerferien beginnt für viele Kinder das Abenteuer Schule. Marco Chwalek hat für uns nachgefragt, wie Eltern für ihre Kinder einen sicheren Schulweg herausfinden können, und wie häufig der geübt werden muss:



Sprecher: Der Weg zur Schule ist für viele ABC-Schützen aufregend und keine leichte Aufgabe, denn sie sollen sich auf den Straßenverkehr konzentrieren und sich richtig verhalten. Wir haben Andrea Häußler, Verkehrspsychologin bei TÜV SÜD gefragt, nach welchen Kriterien Eltern den Schulweg aussuchen sollten:

Andrea Häußler: Zu allererst nach der Sicherheit. Stark befahrene Straßen, Brücken, Baustellen sollten für die Kinder vermieden werden. Im Zweifelsfall lieber einen etwas längeren Schulweg in Kauf nehmen. Wenn möglich, sollten Straßen nur an Ampeln oder Fußgängerüberwegen überquert werden.

Sprecher: Denn Eltern sollten daran denken, dass den Kindern parkende Autos oft die Sicht auf die Fahrbahn versperren. Ab wann und wie häufig sollte man also den Schulweg trainieren, damit das Kind sich sicher fühlt?

Andrea Häußler: Mit dem Üben des Schulwegs sollte man unbedingt vor der Einschulung beginnen. Einfache Schulwege sollte man mindestens drei bis vier Mal abgehen, schwierige häufiger, und am besten geht man morgens zur üblichen Schulzeit. An Zebrastreifen und Fahrbahnteilern sollte man mit dem Kind auch üben, Blickkontakt zu den Autofahrern herzustellen.

Sprecher: Eine ganze Menge, woran die Kleinen denken müssen. Was ist für die kleinen Erstklässler denn besonders schwierig im Straßenverkehr?

Andrea Häußler: Für Kinder ist es besonders schwierig, sich überhaupt auf die Verkehrssituation einzustellen, und sie benötigen bis zu dreimal mehr Zeit als Erwachsene, um sich auf gefährliche Situationen einzustellen und darauf zu reagieren. Deshalb ist das Überqueren der Fahrbahn für Kinder besonders schwierig und auch Unfallursache Nummer Eins.

Darum rät TÜV SÜD den Eltern, einfach mal in die Hocke zu gehen und so den Straßenverkehr aus der Sicht des Kindes zu erleben.

Pressekontakt:


FÜR DIE REDAKTEURE:
Ein extra Service für Sie: Den dazugehörigen Podcast finden Sie auf
der Homepage von TÜV SÜD. www.tuev-sued.de/audio-pr.
Kontakt: TÜV SÜD AG, Carolin Eckert, Telefon: +49 89/57 91- 1592
eMail: carolin.eckert@tuev-sued.de

Original-Content von: TÜV SÜD AG, übermittelt durch news aktuell


Buchtipps:

Beliebte Posts aus diesem Blog

Problematischer Medienkonsum bei Kindern

Wenn das Smartphone unersetzlich wird
(PrNews24) sup.- 75 Prozent der Kinder im Alter von zwei bis vier Jahren spielen täglich bis zu 30 Minuten lang mit Smartphones. Zu diesem Ergebnis kommt die so genannte BLIKK-Studie, bei der u. a. mit Unterstützung des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) 6.000 Minderjährige im Hinblick auf ihren Umgang mit digitalen Medien befragt wurden. Jugendliche aktivieren ihre mobilen Telefone im Schnitt bereits 120- bis 150-mal am Tag. Das bedeutet laut dem Kinder- und Jugendpsychiater Prof. Christoph Möller (Hannover), dass alle Aktivitäten in der realen Welt, ob frühstücken, Hausaufgaben machen oder mit Freunden treffen alle neun bis zwölf Minuten unterbrochen werden. „Auf jedes Fiepsen, Brummen oder Klingeln wird unmittelbar reagiert“, so Prof. Möller.

Vor der Suchtgefahr von Smartphones, Tablets oder Computern warnt auch Marlene Mortler, die Drogenbeauftragte der Bundesregierung. 500.000 bis 600.000 Menschen seien in Deutschland Schätzu…

Programmierbarer Holzroboter nominiert für den TOMMI Kindersoftwarepreis

Cubetto ist Kandidat für den Sonderpreis Kindergarten und Vorschule
Freiburg i.B. – Der Programmierroboter Cubetto des Unternehmens Primo Toys konnte die Jury des renommierten TOMMI Kindersoftwarepreises überzeugen und wurde für den Sonderpreis Kindergarten und Vorschule nominiert. Der Jury gefällt besonders, dass der Holzroboter Kinder an abstraktes Denken und Programmieren heranführt und dabei ganz ohne Bildschirm auskommt. Bunte Bauklötze machen das Thema für Kinder anfassbar und unmittelbar erlebbar. Für diese Herangehensweise wird Cubetto auch in Montessori-Einrichtungen geschätzt.

Experten und Kinder testen Der TOMMI zeichnet innovative Apps, Computer- und Konsolenspiele sowie elektronisches Spielzeug für Kinder aus. Er hilft Eltern, ihre Kinder im Medienzeitalter zu unterstützen und zu begleiten, erzieht zu einem kritischen Umgang mit Computer- und Konsolenspielen und fördert nachhaltig die Medienkompetenz. Der Preis steht unter der Schirmherrschaft des Familienministeriums un…

Erstes medienpädagogisches Märchenbuch für Kinder und Erwachsene - @Hannes-Biene

Das erste medienpädagogische Märchenbuch hat die Smartphone-Nutzung zum Thema
Der Medienpädagoge Robert Behrens, die Illustratorin Jenny Karow und die Autorin Johanna Emil Fülle wollen ihr gemeinsames Buchprojekt „Guck doch mal! – Ein Medienmärchen für die ganze Familie“ über Crowdfunding finanzieren. Die Kampagne auf www.startnext.com läuft bis zum 27.10.2017

Zusammengefunden haben sich die drei Rostocker bereits Anfang des Jahres. Seitdem arbeiten Sie an ihrem Kinderbuch, um auf ein aktuelles Problem aufmerksam machen: das eigene Kind in Konkurrenz zu Neuen Medien.

„Ich hatte die Idee, als ich meinen Neffen zum Kindergarten gebracht habe“, sagt Initiator Robert Behrens. Dort habe er einige Eltern gesehen, die mehr mit ihren Smartphones als mit ihren Kindern beschäftigt waren. Eine Plakataktion des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern unter dem Titel „Heute schon mit ihrem Kind gesprochen?“ weist seit dem letzten Jahr an vielen Stellen darauf hin. „Ich habe die Plakate gesehen und wol…