Direkt zum Hauptbereich

Familienrettung im Krankheitsfall - #Familie

SBK gibt Tipps zur Haushaltshilfe


München (ots) - Wäsche waschen, einkaufen, die Kinder vom Kindergarten oder der Schule abholen - alltägliche Aufgaben im Familienleben. Doch wer erledigt alles, wenn die Eltern erkranken und der Alltag aus den Fugen gerät? Viele Versicherte wissen gar nicht, dass sie in diesem Fall Anspruch auf Unterstützung haben. Erkrankt ein Elternteil akut, kann die gesetzliche Kasse eine Haushaltshilfe stellen, die sich um die Kinder kümmert. Katrin Pumm, Expertin bei der SBK, hat die wichtigsten Tipps zusammengetragen und einen SOS-Leitfaden erstellt, wie betroffene Familien diese Hilfe in sieben Schritten erhalten.

1. Krisen-Check

Zuerst sollte die entscheidende Frage geklärt werden, ob die Kinder tatsächlich unversorgt sind. Dabei ändert sich der Anspruch auf Haushaltshilfe von Fall zu Fall. Wenn Alleinerziehende bettlägerig sind, brauchen sie für ein Baby womöglich sogar nachts Unterstützung. Die Krankheit eines Elternteils ist dagegen kein Fall für die Haushaltshilfe, wenn der andere Elternteil rechtzeitig von der Arbeit nach Hause kommt, um sich um die Kinder zu kümmern. Hier gilt es, den eigenen Anspruch genau zu überdenken.

2. Verwandten-Check

Vielleicht gibt es auch andere Personen im Haushalt, die als Unterstützung einspringen können. Sollten beispielweise die Großeltern im Haus wohnen und gesundheitlich fit sein, haben Eltern keinen Anspruch auf eine Haushaltshilfe, die von der Krankenkasse gestellt wird.

3. Kassen-Kontakt

Betroffene können sich bei Fragen zum Thema Haushaltshilfe auch stets an ihre Krankenkasse wenden. Bei der SBK zum Beispiel reicht ein Anruf beim persönlichen Kundenberater. Er hilft, den Anspruch schnell zu klären und kann Hilfe in die Wege leiten. So nimmt die Kasse den kranken Eltern viel Arbeit und Stress ab.

4. Arzt-Bestätigung

Besonders wichtig in diesem Zusammenhang ist ein Attest, das genaue Angaben zu Länge und Umfang der Krankheit darstellt. So wird belegt, dass die Familie Hilfe benötigt. Bei stationärer Behandlung ist kein Attest nötig, da der Krankenkasse die Angaben zur Erkrankung in diesem Fall bereits vorliegen.

5. Antragsstellung

Laut Gesetz ist die Haushaltshilfe eine antragspflichtige Leistung. Daher sollten Betroffene das dazugehörige Formular ausfüllen, unterschreiben und zusammen mit dem ärztlichen Attest an die Krankenkasse schicken.

6. Kümmerer-Check

Nun geht es darum, die richtige Haushaltshilfe zu finden. Viele Kassen bieten in diesem Zusammenhang Kooperationen mit Dienstleistern an. Aber auch Bekannte oder Nachbarn können einspringen. Sie haben den Vorteil, dass sie oft schneller und flexibler sind. Deren Einsatz lohnt sich, denn der erkrankte Kassenkunde hat wie bei professionellen Dienstleistern Anspruch auf Kostenersatz.

7. Kosten-Info

Professionelle Dienste rechnen mit der Krankenkasse direkt ab. Bei privater Hilfe wie beispielsweise dem Nachbarn oder der Freundin erstattet die SBK zum Beispiel die Kosten bis 9,25 Euro pro Stunde oder 74 Euro pro Tag. Die Anzahl der Stunden bemisst sich nach dem Zeitraum, in dem das Kind unversorgt ist. Zehn Prozent dieser Kosten, mindestens aber fünf Euro pro Tag müssen die gesetzlich Versicherten allerdings selbst übernehmen. Für Verwandte bis zum zweiten Grad ersetzen Krankenkassen den Verdienstausfall bis zu 101,50 Euro am Tag, erstatten aber keinen zusätzlichen Stundensatz.

Pressekontakt:

obs/
Siemens-Betriebskrankenkasse
SBK
SBK
Siemens-Betriebskrankenkasse
Gesa Seibel
Stab Unternehmenskommunikation
Heimeranstr. 31
80339 München
Tel. +49(89)62700-161
Fax: +49(89)62700-60765
eMail: gesa.seibel@sbk.org
Internet: www.sbk.org

Original-Content von: Siemens-Betriebskrankenkasse SBK, übermittelt durch news aktuell


Buchtipps:

Beliebte Posts aus diesem Blog

Problematischer Medienkonsum bei Kindern

Wenn das Smartphone unersetzlich wird
(PrNews24) sup.- 75 Prozent der Kinder im Alter von zwei bis vier Jahren spielen täglich bis zu 30 Minuten lang mit Smartphones. Zu diesem Ergebnis kommt die so genannte BLIKK-Studie, bei der u. a. mit Unterstützung des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) 6.000 Minderjährige im Hinblick auf ihren Umgang mit digitalen Medien befragt wurden. Jugendliche aktivieren ihre mobilen Telefone im Schnitt bereits 120- bis 150-mal am Tag. Das bedeutet laut dem Kinder- und Jugendpsychiater Prof. Christoph Möller (Hannover), dass alle Aktivitäten in der realen Welt, ob frühstücken, Hausaufgaben machen oder mit Freunden treffen alle neun bis zwölf Minuten unterbrochen werden. „Auf jedes Fiepsen, Brummen oder Klingeln wird unmittelbar reagiert“, so Prof. Möller.

Vor der Suchtgefahr von Smartphones, Tablets oder Computern warnt auch Marlene Mortler, die Drogenbeauftragte der Bundesregierung. 500.000 bis 600.000 Menschen seien in Deutschland Schätzu…

Welche Mediennutzungs-Regeln für Kinder machen Sinn? - #Medienpädagogik -

Ein Schüler-Experiment mit völlig uneingeschränktem Medienkonsum liefert überraschende Antworten Kirchberg/Jagst (ots) - Praktisch jeder Jugendliche, 98 Prozent, zwischen 12 und 19 Jahren, besitzt laut aktueller JIM-Studie ein Handy, 92 Prozent ein Smartphone und drei Viertel können per Flatrate online gehen. Genutzt werden die Mobilgeräte hautpsächlich zum Chatten, für YouTube und Musik. Die digitalen Medien gehören zur Lebenswelt dieser Generation - und sind im Alltag doch Plagegeister, die in Familien, aber auch an Schulen wiederkehrend Sprengstoff bieten, wenn es um deren Reglementierung geht.

Relative Einigkeit herrscht im schulischen Bereich: Mobiltelefone und digitale Medien sind im Unterricht meist tabu. Und außerhalb der Schule? Eltern sollten individuelle Regelungen für ihre Kinder treffen. Aber welche Regeln machen wirklich Sinn? Vor dieser Frage stehen auch Internate, die in Vertretung des Elternhauses die häusliche Freizeit ihrer Schüler mit gestalten. Auch hier sind die…

"musstewissen": funk startet Nachhilfe-Format auf YouTube - @ZDFpresse

Mainz (ots) - Im Unterricht ging alles mal wieder viel zu schnell und morgen steht schon die nächste Klassenarbeit an? Keine Sorge - ab Dienstag, 14. März 2017, 13.00 Uhr, gibt es Hilfe für stressgeplagte Schüler: Bei "musstewissen", dem schulbegleitenden ZDF-Format für funk, geben Experten Nachhilfe in den Fächern Deutsch, Chemie, Geschichte. Physik folgt ab Donnerstag, 28. April 2017, und Mathematik ab Montag, 15. Mai 2017. Präsentiert werden die Kanäle unter anderem von bekannten Wissens-YouTubern, wie Mirko Drotschmann ("wissen2go") und Lisa Ruhfus ("Die Klugscheisserin"). Sie alle haben ihr Fach studiert und können die Inhalte gut erklären.

Zu jedem Schulfach wird jeweils ein Lernvideo pro Woche auf YouTube veröffentlicht - und zwar immer um 13.00 Uhr, damit die Schüler für ihre Hausaufgaben gerüstet sind. Auf Instagram und Facebook finden sich zudem passende "Spickzettel" und spannende Fakten zum behandelten Stoff. Die Inhalte der Videos s…