Direkt zum Hauptbereich

Snapchat, Instagram & Co. – Digitalisierung in der Pädagogik #Medien

Neue soziale Medien bieten jungen Menschen vielseitige Vernetzungsmöglichkeiten, beherbergen aber auch viele Gefahren. Cyber-Mobbing ist in den letzten Jahren zu einem geflügelten Wort geworden. Es meint die Beleidigung, Bedrohung oder Bloßstellung von anderen Personen mithilfe neuer Kommunikationsmedien. Auch in den Wohngruppen der Backhaus Kinder- und Jugendhilfe müssen sich die Erzieher und Hausleitungen immer wieder mit Situationen beschäftigen, in denen Kinder und Jugendliche potenziell gefährdet sein können.
Foto: BKJH, Junge Menschen sind auf vielen verschiedenen Portalen vernetzt.(openPR)

Die Pädagogik der Backhaus Kinder- und Jugendhilfe (BKJH) geht sehr offensiv mit diesem Thema um. „Es bringt nichts, den jungen Menschen dem Umgang mit diesen Medien verbieten zu wollen, die Medien gehören zum Sozialleben unserer jungen Bewohner dazu“, so Patrick Orzelski, einer der Hausleiter der BKJH: „Wir müssen vielmehr eine offene Gesprächsatmosphäre schaffen, die es unseren Bewohnern ermöglicht, mit jeglichen Fragen und Bedenken zu uns zu kommen. Wichtig ist auch, dass wir diese neue Welt genauso gut kennen wie die jungen Menschen. Wer möchte sich schon gerne mit einem Erwachsenen austauschen, der gar keine Ahnung hat, wovon er redet.“
Aus diesem Grund organisierte die verantwortliche Bereichsleitung der BKJH, Claudia Röben, eine externe Fortbildung mit der Beratungsstelle LOGO des Deutschen Kinderschutzbundes aus Lingen. Neben den rechtlichen Grundlagen, die die Privatsphäre der jungen Menschen und den Tatbestand der Kindeswohlgefährdung über Onlinemedien betrafen, wurden insbesondere auch die Grauzonen dieser Bereiche ausgiebig diskutiert. Auch die Fragen ‚Wie hängen Alter und Mediennutzungsverhalten zusammen? Welche sozialen Netze sind aktuell bei den jungen Menschen angesagt? Und welche spezifischen Gefahren bergen sie? ‘ standen bei den pädagogischen Fachkräften der BKJH weit oben auf der Tagesordnung.
„Die Trends verändern sich sehr schnell“, so Claudia Röben, die Bereichsleitung der BKJH, „in der heutigen digitalen Welt sind wir als Pädagogen gefragt, die jungen Menschen in ihrer Lebenswelt zu begleiten. Das verändert auch die pädagogischen Anforderungen an unsere Fachkräfte. Die Digitalisierung ist in großem Maße auch in der Pädagogik angekommen.“
Das wirft die Frage auf, inwiefern in diesen Bereichen Strukturen entwickelt werden müssen, die klare Regelungen schaffen, aber dennoch auf Kooperation angelegt sind. „Wir beschäftigen uns regelmäßig mit der individuellen Erstellung von Mediennutzungsverträgen, die wir mit den jungen Menschen abschließen“, so Claudia Röben, „Inhalte sind beispielsweise die zeitliche Nutzung, aber auch die besuchten Webseiten, Foren und der Umgang mit privaten Daten. Wir wollen die jungen Menschen unserer Einrichtung für mögliche Gefahren sensibilisieren. Vor allem aber möchten wir, dass sie mit allen Problemen zu uns kommen.“

Mediennutzungsverträge bieten sich nicht nur für die pädagogische Arbeit an, auch im familiären Umfeld schaffen diese Verträge klare Regelungen. Der Vorteil: Beide Seiten, sowohl Eltern als auch Kinder haben etwas in der Hand, was ihre Rechte und Pflichten regelt. Denn nicht nur die Kinder, sondern auch Eltern und Personensorgeberechtigte besitzen Pflichten und müssen die vereinbarten Rechte der jungen Menschen akzeptieren, die es ihnen ermöglichen, am ‚digitalen Sozialleben‘ teilzunehmen. Patrick Orzelski sieht einen weiteren großen Pluspunkt im gemeinsamen Abschließen von Mediennutzungsverträgen: „Durch die Auseinandersetzung mit den Vertragsinhalten werden die Eltern aufgefordert, sich mit der digitalen Welt der jungen Menschen zu beschäftigen. Dies führt einerseits zu mehr Verständnis, andererseits können die Eltern in Sachen digitaler Kompetenz häufig noch einiges von ihren Kindern lernen. Man redet darüber – und das ist der wichtigste Punkt im Umgang mit den neuen sozialen Medien.“

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Esther Gebert (Pressereferenz)
Backhaus Kinder- und Jugendhilfe
Fillastr. 7
49716 Meppen

presse@backhaus.de
05931 5411
https://www.bkjh.de/

Die Backhaus Kinder- und Jugendhilfe (BKJH): Die Backhaus Kinder- und Jugendhilfe (BKJH) ist eine lebendige und multiprofessionelle Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung. Sie wurde im Jahre 1976 gegründet und beschäftigt inzwischen über 600 Mitarbeitende, die 15 pädagogischen Zentren und 21 Wohngruppen im norddeutschen Raum zugeordnet sind. Alle Mitarbeitenden engagieren sich nach unserem Leitmotiv KiM – Kind im Mittelpunkt - für die uns anvertrauten jungen Menschen.


Buchtipps:
Diesen Blog gibt es auch als App
Zum App Store

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Studie ermittelt: Das kostet ein Schulleben in Deutschland - #Schule

Berlin (ots) - Die Einschulung steht vor der Tür, aber die wenigsten Eltern wissen, welche Kosten auf sie zukommen, wenn ihr Kind in die Schule kommt. Das Vergleichs- und Shoppingportal idealo hat die Schulausgaben in Deutschlands Bundesländern etwas genauer unter die Lupe genommen und dabei Kosten wie Einschulung, Erstausstattung, Bücher- und Essenskosten, Verkehrstickets, Arbeitsmaterialien sowie Ausgaben für Klassenfahrten und Hortbetreuung, den mit Abstand am teuersten Kostenpunkt, kalkuliert* - das Ergebnis: Ein Schulleben in Deutschland kostet von der Einschulung bis zum Abitur durchschnittlich 20.700 Euro. Zur Einschulung geben alle Bundesländer in etwa 425 bis 525 Euro** aus, somit gestaltet sich der Start fast überall gleich. Doch ab dem ersten Schultag gehen die Kosten stark auseinander, Preisschwankungen sind im Bundesvergleich deutlich erkennbar. Das Schulleben ist in Niedersachsen am teuersten obs/ Idealo Internet GmbH/ idealo internet GmbH Mit 27.300 Euro ist ei...

"Matti und Sami und die drei größten Fehler des Universums" (NDR/MDR/KiKA/rbb)

Verhängnisvolle Schwindeleien bei LOLLYWOOD am 31. Januar 2020 Erfurt (ots) - Wie drei Lügen die Welt von Matti nach und nach in Schieflage bringen, zeigt KiKA am 31. Januar 2020 um 19:30 Uhr bei LOLLYWOOD in der Verfilmung des erfolgreichen Kinder- und Jugendromans " Matti und Sami und die drei größten Fehler des Universums " (NDR/MDR/KiKA/rbb) von Salah Naoura. Das Universum muss durcheinander geraten sein, findet der zehnjährige Matti (Mikke Rasch) - und zwar durch die unzähligen Lügen der Erwachsenen um ihn herum: Sein Vater Sulo (Tommi Korpela) behauptet, er habe einen neuen Job in der Schweiz, seine Mutter (Sabine Timoteo) schwindelt sich gemeinsam mit der Zeitung einen Delfin in den Ententeich und die vermeintlichen monatlichen Spenden aus der Familienkasse für Tiere in Not, gibt es auch nicht. Um das Gleichgewicht im Universum wieder herzustellen, beschließt Matti, selbst einige Lügen in die Welt zu setzen und hofft, damit dem Glück ein wenig nachzuhelfen. Mit H...

Digitale Bildung: E-Books an Schulen vor dem Durchbruch #debk #Bildung

Düsseldorf (ots) - Laut einer PwC-Studie könnte der Anteil von E-Books an den Gesamterlösen im Schulbuchmarkt bis 2021 auf fast 40 Prozent steigen / 53 Prozent der Bundesbürger zeigen sich inzwischen offen für elektronische Schulbücher / In Haushalten mit schulpflichtigen Kindern liegt die Zustimmung sogar bei 59 Prozent / Befragte sehen geringeres Gewicht und ständige Aktualität des Lehrmaterials als wichtige Vorteile / PwC-Experte Ballhaus: "Die Frage, wann das E-Book in die Schulen kommt, ist für viele Verlage hierzulande existenziell" An vielen deutschen Schulen könnte der Einsatz elektronischer Lehr- und Lernmaterialien schon bald der Normalfall sein - das geht aus einer Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC hervor. Demnach könnte der digitale Anteil an den Gesamterlösen im Schulbuchmarkt von derzeit 4,3 Prozent bis 2021 auf fast 40 Prozent steigen. Eltern signalisieren Unterstützung für die Umstellung: So zeigt eine separat durchgeführte repräs...