Montag, 18. Juli 2016

Mehr als eine halbe Million für Kinder SOS-Kinderdorf-Stiftung fördert SOS-Kinderdorf-Arbeit nachhaltig Jahr für Jahr

München (ots) - Benachteiligten Kindern, Jugendlichen und Familien eine bessere Lebensperspektive zu geben - das ist das Ziel der SOS-Kinderdorf-Stiftung. In diesem Jahr kann dank Stiftungsausschüttungen von mehr als einer halben Million Euro noch mehr jungen Menschen geholfen werden. Seit ihrer Gründung 2003 unterstützt die SOS-Kinderdorf-Stiftung mit den Erträgen, die jährlich aus dem Stiftungsvermögen erwirtschaftet werden, die SOS-Kinderdorf-Arbeit im In- und Ausland. Ganz gezielt fördert sie drei Schwerpunkte: Kinder, Schul- und Berufsausbildung sowie Hilfe in Notfällen. Über 700 Zustifter engagieren sich nachhaltig für Kinder und Familien bei SOS-Kinderdorf, indem sie für das solide Stiftungsvermögen sorgten. Zur Stiftungsfamilie gehören zusätzlich 64 Treuhandstiftungen. Sie unterstützen in diesem Jahr mit Ausschüttungen in Höhe von mehr als 230.000 Euro SOS-Kinderdorf-Einrichtungen oder spezielle SOS-Fördermaßnahmen, die ihnen besonders am Herzen liegen. "Wir freuen uns sehr, dass wir gemeinsam mit unseren Stiftern und Zustiftern auch in der aktuellen finanzpolitischen Situation jungen Menschen Chancen für eine selbstbestimmte Zukunft geben können und bedanken uns herzlich bei allen, die uns bei diesem Ziel dauerhaft zur Seite stehen", betont Petra Träg, Geschäftsführung der SOS-Kinderdorf-Stiftung. Das Wohl von Kindern und Jugendlichen stand auch 2016 bei der Wahl der Förderprojekte im Fokus, die dank der Stiftungserträge realisiert werden können.

Unterstützung da, wo sie gebraucht wird

Im Schwerpunkt Kinder ermöglichen die Ausschüttungserträge dieses Jahr unter anderem eine dringend notwendige Anschaffung im SOS-Kinderdorf Lippe. Die Einrichtung bekommt einen neuen Kleinbus, der die Kinder sicher zur Schule, zum Sport und zum Musikunterricht bringt - aber auch für Einkäufe und Behördengänge sowie Ausflüge und Ferienfahrten zur Verfügung steht. Bei den Bewohnern des SOS-Kinderdorfs Zwickau soll das kindliche Interesse an der Natur geweckt und das Verantwortungsgefühl gestärkt werden. Damit die Kinder unter Anleitung die Natur beobachten und selbst erforschen können, hat die Einrichtung die entsprechenden Materialien angeschafft, mit denen die kleinen "Forscher" Tiere und Pflanzen im angrenzenden Biotop studieren dürfen. Ebenso unterstützen die Ausschüttungen Flüchtlingskinder, die ohne Familie nach Deutschland kommen: Mit Hilfe der SOS-Kinderdorf-Stiftung werden die Räume der neuen Jugendwohngruppe Essen liebevoll eingerichtet. Die minderjährigen Flüchtlinge können dann in der sicheren Umgebung all das, was sie Schreckliches auf der Flucht und vorher erlebt haben, sukzessive verarbeiten und bewältigen.

Zukunft durch Bildung schaffen

Im Schwerpunkt Schul- und Berufsausbildung kommen die Stiftungserträge ebenfalls jungen Menschen in schwierigen Lebenssituationen zugute. Das SOS-Kinderdorf Saarbrücken hilft benachteiligten Jugendlichen, die eine Berufsausbildung im SOS-Kinderdorf absolviert haben. Zum Beispiel, wenn bei ihrer ersten Festanstellung in der freien Wirtschaft berufliche Probleme oder Störungen auftreten. Vertraute SOS-Mitarbeiter helfen den Berufsanfängern, den einmal eingeschlagenen Weg erfolgreich fortzusetzen. Kinder und Jugendliche, die eine Lernschwäche haben, werden im SOS-Kinderdorf Pfalz durch das Bildungsprojekt "PiEf" (Praxis individueller Entwicklungsförderung) unterstützt. Sie erhalten professionelle Hilfe von einem Förderschullehrer, der individuell auf die Probleme der Einzelnen eingeht. Bildung ist auch für die Schützlinge des SOS-Kinderdorfs Potosí in Bolivien der einzige Weg, später ihren eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten. Die SOS-Kinderdorf-Stiftung finanziert hierzu Bildungsmaßnahmen, damit die jungen Menschen und besonders auch Mädchen entsprechende Fähigkeiten erlernen.

Schnelle Hilfe für Kinder im Ausland

Außerhalb von Deutschland tragen die Ausschüttungserträge der SOS-Kinderdorf-Stiftung auch zur Hilfe in Notfällen bei. So können dieses Jahr für das eigens für körperlich und geistig behinderte Kinder errichtete SOS-Kinderdorf Jorpati in Nepal neue Rollstühle finanziert werden. Nachdem lokal produzierte Modelle nach nur einem Jahr kaputtgingen, ist die Einrichtung im Himalaya-Gebirge auf schnelle Hilfe aus Deutschland angewiesen.

Gesund wachsen, um nachhaltig Zukunft zu sichern

"Um Kinder, junge Menschen und Familien bestmöglich unterstützen zu können, muss die SOS-Kinderdorf-Stiftung auch weiterhin nachhaltige Erträge erwirtschaften. Deshalb konzentrieren wir uns mit Bedacht auf unser Kapitalmanagement. Höchste Priorität hat für uns die Qualität unserer Anlagen in Wertpapiere und Immobilien. Denn das ist für die Zukunftssicherung elementar, gerade in der aktuellen finanzpolitischen Situation", erklärt Petra Träg aus der Geschäftsführung der SOS-Kinderdorf-Stiftung. "Für unser besonnenes Anlagemanagement wurden wir vor Kurzem mit dem portfolio institutionell Award in der Kategorie 'Beste Stiftung' ausgezeichnet." Startete die Stiftung 2003 mit einem Dachkapital von 500.000 Euro, beträgt dieses heute 26 Millionen Euro. Das Gesamtkapital der Treuhandstiftungen, das von der SOS-Kinderdorf-Stiftung verwaltet wird, beläuft sich auf 25 Millionen Euro.

Über die SOS-Kinderdorf-Stiftung

Die SOS-Kinderdorf-Stiftung ist eine gemeinnützige Stiftung des bürgerlichen Rechts. 2003 vom SOS-Kinderdorf e.V. gegründet, ist ihr Ziel, die SOS-Kinderdorf-Arbeit im In- und Ausland zu unterstützen. Die Erträge des Stiftungskapitals kommen damit jährlich den benachteiligten Kindern und Jugendlichen sowie Menschen mit Behinderungen, die in den SOS-Kinderdorf-Einrichtungen betreut werden, zugute. Derzeit fördern über 700 Zustifter und 64 Treuhandstiftungen, die unter dem Dach der SOS-Kinderdorf-Stiftung gegründet wurden, nachhaltig die Projekte von SOS-Kinderdorf.

Weitere Informationen im Internet unter www.sos-kinderdorf-stiftung.de