Direkt zum Hauptbereich

@zdf - Immer weniger Auszubildende: "ZDFzoom" über die Nachwuchs-Krise in Werkstätten und Betrieben

obs/ZDF/Ulrike Brincker
Mainz (ots) - Deutschland hat so wenig Auszubildende wie noch nie, viele Stellen für den Nachwuchs können nicht besetzt werden. Warum finden Jugendliche und Betriebe nicht zusammen? Dieser Frage geht "ZDFzoom" am Mittwoch, 27. Juli 2016, 22.45 Uhr, nach. "Werkstatt oder Hörsaal? Warum es immer weniger Azubis gibt" heißt der Film von Ulrike Brincker, der nach den Gründen für die Ausbildungskrise sucht.

Berufe wie Koch, Metzger oder Klempner gelten bei Schülern als unattraktiv. Abiturienten, die eine Ausbildung machen wollen, streben meist kaufmännische und IT-Berufe an. Ein großes Problem für Betriebe und Berufsgruppen. Beim "Speed- Dating für Azubis" in Köln wird deutlich, wie groß die Not der Unternehmen ist: Es ist eine der letzten Chancen, noch Auszubildende anzuwerben. In den meisten Bundesländern beginnt am 1. August bereits das neue Ausbildungsjahr. Obwohl es in diesem Jahr mehr als 800.000 Schulabgänger gibt, entscheiden sich immer noch zu wenig für eine Ausbildung.

Die Gründe sind vielfältig: Eltern wollen immer häufiger, dass ihre Kinder studieren, und bei vielen Jugendlichen ist nach wie vor das Image der Ausbildungsberufe negativ. Die Aussichten auf harte Arbeit und eine eher schlechte Bezahlung später im Beruf bieten keinen Anreiz, sich für eine Ausbildung zu entscheiden.

Ohne Auszubildende drohen vor allem klassische Handwerksberufe wie Koch, Metzger, Klempner oder Gärtner auszusterben, warnt Hilmar Schneider vom Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit: "Das hat in Deutschland eine Jahrhunderte alte Tradition, und die kann man in relativ kurzer Zeit zerstören. Wenn das einmal zerstört ist, ist das nicht wieder aufzubauen, das ist das große Problem. Das ist das, was mir im Hinblick auf die gesamte Volkswirtschaft große Sorgen macht."

Die "ZDFzoom"-Dokumentation geht auch der Frage nach: Könnten Flüchtlinge die Lücken auf dem Ausbildungsmarkt schließen? Unternehmen begreifen dies als große Chance, bieten ihnen ganz gezielt Ausbildungsplätze an. Die Unternehmen fordern aber mehr Unterstützung: Sie beklagen den Mangel an Deutschkursen und ein nach wie vor unsicheres Bleiberecht für Flüchtlinge.

https://presseportal.zdf.de/pm/zdfzoom-die-naechsten-sendungen/

https://zoom.zdf.de

Beliebte Posts aus diesem Blog

Neues Computerprogramm hilft bei Lese-Rechtschreibschwierigkeiten

Kinder mit Lese-Rechtschreibschwierigkeiten haben meist das Nachsehen. In der Schule bekommen sie oft schlechte Noten, da das Lesen und Schreiben in fast allen Unterrichtsfächern wichtig ist. Hilfe bietet ein computerbasiertes Training, das ein Psychologenteam an der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK) entwickelt hat. Mehrere wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass das Programm die Lese- und Rechtschreibfähigkeiten der Kinder deutlich verbessert. Das Programm kann von ihnen weitgehend selbständig durchgearbeitet werden. Zur Motivation beinhaltet es ein virtuelles Aquarium, für das die Kinder nach richtig gelösten Aufgaben Fische, Pflanzen und Zubehör erstehen können.

Eine im Jahre 2013 veröffentlichte Studie des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung in Zusammenarbeit mit den Universitäten Frankfurt, Hildesheim und Oldenburg hat ergeben, dass rund 18 Prozent der Grundschulkinder im deutschsprachigen Raum erhebliche Probleme beim Lesen- und Schreib…

Problematischer Medienkonsum bei Kindern

Wenn das Smartphone unersetzlich wird
(PrNews24) sup.- 75 Prozent der Kinder im Alter von zwei bis vier Jahren spielen täglich bis zu 30 Minuten lang mit Smartphones. Zu diesem Ergebnis kommt die so genannte BLIKK-Studie, bei der u. a. mit Unterstützung des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) 6.000 Minderjährige im Hinblick auf ihren Umgang mit digitalen Medien befragt wurden. Jugendliche aktivieren ihre mobilen Telefone im Schnitt bereits 120- bis 150-mal am Tag. Das bedeutet laut dem Kinder- und Jugendpsychiater Prof. Christoph Möller (Hannover), dass alle Aktivitäten in der realen Welt, ob frühstücken, Hausaufgaben machen oder mit Freunden treffen alle neun bis zwölf Minuten unterbrochen werden. „Auf jedes Fiepsen, Brummen oder Klingeln wird unmittelbar reagiert“, so Prof. Möller.

Vor der Suchtgefahr von Smartphones, Tablets oder Computern warnt auch Marlene Mortler, die Drogenbeauftragte der Bundesregierung. 500.000 bis 600.000 Menschen seien in Deutschland Schätzu…

Programmierbarer Holzroboter nominiert für den TOMMI Kindersoftwarepreis

Cubetto ist Kandidat für den Sonderpreis Kindergarten und Vorschule
Freiburg i.B. – Der Programmierroboter Cubetto des Unternehmens Primo Toys konnte die Jury des renommierten TOMMI Kindersoftwarepreises überzeugen und wurde für den Sonderpreis Kindergarten und Vorschule nominiert. Der Jury gefällt besonders, dass der Holzroboter Kinder an abstraktes Denken und Programmieren heranführt und dabei ganz ohne Bildschirm auskommt. Bunte Bauklötze machen das Thema für Kinder anfassbar und unmittelbar erlebbar. Für diese Herangehensweise wird Cubetto auch in Montessori-Einrichtungen geschätzt.

Experten und Kinder testen Der TOMMI zeichnet innovative Apps, Computer- und Konsolenspiele sowie elektronisches Spielzeug für Kinder aus. Er hilft Eltern, ihre Kinder im Medienzeitalter zu unterstützen und zu begleiten, erzieht zu einem kritischen Umgang mit Computer- und Konsolenspielen und fördert nachhaltig die Medienkompetenz. Der Preis steht unter der Schirmherrschaft des Familienministeriums un…