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Schultüten-Vergleich 2016

Deutsche Eltern geben im Schnitt 60 Euro aus - Thüringer im Bundesvergleich an der Spitze

Berlin / Amsterdam (ots) -
  • Deutsche Tradition: 99 Prozent der diesjährigen ABC-Schützen bekommen eine Schultüte 
  • Acht von zehn Eltern befüllen die Zuckertüte selbst 
  • jeder vierte bastelt sogar die Schultüte 
  • Klassenkampf auf dem Schulhof: 62 Prozent der Eltern ist es wichtig, dass ihr Kind die schönste Schultüte der Klasse hat 
  • In mehr als jeder fünften Schultüte steckt Geld, in jeder achten ein Gutschein und in einer von 17 sogar ein Handy  

Wie jeden Sommer beginnt für die hiesigen ABC-Schützen der Ernst des  Lebens. Umso schöner ist es da, dass fast allen von ihnen (99  Prozent) der Einstieg in die Schule mit einer Zuckertüte versüßt  wird. Dies ergab eine repräsentative Studie von RetailMeNot.de  (www.retailmenot.de), dem führenden Marktplatz für digitale Angebote. Selbst gebastelt wird die Schultüte von jedem Vierten (24 Prozent).  Mehr als acht von zehn der deutschen Eltern (84 Prozent) geben sich  beim Inhalt viel Mühe und befüllen die Schultüte selbst. Die Mütter  und Väter von jedem siebten Kind (15 Prozent) sind vermutlich über  den ganzen Einschulungsstress jedoch so beschäftigt, dass sie einfach eine fertig gefüllte Zuckertüte kaufen. Nur ein Prozent der Eltern  hält nichts von der Tradition und schenkt seinem ABC-Schützen gar  keine Schultüte.


Bis zu 40 Euro weniger Ausgaben für die Schultüte als letztes Jahr  

Im Schnitt geben Eltern in diesem Jahr 60 Euro für die Schultüte samt Inhalt aus - im vergangenen Jahr waren es noch durchschnittlich 70  Euro. Eine Tendenz, die sich auch im Bundesvergleich bestätigt. Zwar  sahnen im Osten die Erstklässler mit durchschnittlich 70 Euro pro  Zuckertüte deutlich mehr ab als im Westen (55 Euro), aber auch sie  müssen sich 2016 mit weniger zufrieden geben als letztes Jahr (83  Euro). In Sachsen (76 Euro), Hamburg (36 Euro) und Schleswig-Holstein (48 Euro) werden 2016 durchschnittlich 30 Euro weniger pro Zuckertüte ausgegeben als 2015, in Bremen (55 Euro) sind es im Vergleich zum  Vorjahr sogar fast 40 Euro weniger. Aber es gibt auch überaus  spendable Eltern. So geben in Baden-Württemberg immerhin drei Prozent über 200 Euro für die Schultüte aus und in Thüringen investieren die  Eltern jedes siebten Erstklässlers (14 Prozent) 150 bis 200 Euro in  die Zuckertüte samt Inhalt. Mit durchschnittlichen Ausgaben von 80  Euro pro Schultüte liegt Thüringen im Bundesvergleich sogar an der  Spitze.

Ausgaben für die Schultüte samt Inhalt (Mittelwert) 

2016
Gesamt 59,87 Euro
Alte Bundesländer 55,24 Euro
Neue Bundesländer 71,03 Euro
Baden-Württemberg 57,16 Euro
Bayern 66,98 Euro Berlin 66,35 Euro
Brandenburg 65,83 Euro
Bremen 55,00 Euro
Hamburg 35,71 Euro
Hessen 40,81 Euro
Mecklenburg-Vorpommern 77,14 Euro
Niedersachsen 49,56 Euro
Nordrhein-Westfalen 61,55 Euro
Rheinland-Pfalz 40,50 Euro
Saarland 62,78 Euro Sachsen 76,35 Euro
Sachsen-Anhalt 57,08 Euro
Schleswig-Holstein 48,13 Euro
Thüringen 80,71 Euro

Die Schultüte als Stressfaktor und Statussymbol  

Während die ABC-Schützen dem ersten Schultag freudig entgegenfiebern, durchleben ihre Eltern stressige Wochen: Drei von vier Eltern (76  Prozent) beginnen mindestens einen Monat vor der Einschulung mit dem  Kauf der Schultüte und 79 Prozent finden, dass sich Eltern heute mehr Stress mit der Schultüte machen als früher. Einerseits entspringt  dieser Druck dem Wunsch, den Nachwuchs glücklich zu machen: 81% haben das Gefühl, dass Kinder heute deutlich höhere Erwartungen an die  Zuckertüte haben - mehr als jeder Dritte (37 Prozent) empfindet es  als Stress, eine Schultüte zusammenzustellen, die ihr Kind  zufriedenstellt. Der deutlich größere Stressfaktor ist aber die  Konkurrenz zu den anderen Familien: Zwei von drei Eltern (69 Prozent) wäre es unangenehm, wenn das eigene Kind im Vergleich zu den  Mitschülern die kleinste Schultüte hätte und 62 Prozent haben sogar  den Anspruch, ihrem Kind die schönste Schultüte der Klasse zu  schenken. Zudem glauben sechs von zehn (59 Prozent) Eltern von  Erstklässlern, sich anhand der Schultüte einen ersten Eindruck von  den anderen Familien verschaffen zu können. Da ist es nicht  verwunderlich, dass der elterliche Stress bei der Schultüte nicht  aufhört: 81 Prozent werden ihrem ABC-Schützen am ersten Schultag  besondere oder neue Kleidung herauslegen und jeder Zweite (53  Prozent) will darauf achten, dass die Mode des ABC-Schützen zur  Schultüte passt. Um das harmonische Familienbild abzurunden, stimmen  56 Prozent sogar ihr eigenes Outfit auf die Kleidung des Kindes ab.

Inhalt der Schultüte: Altbewährtes setzt sich durch  

Die Zuckertüte macht ihrem Namen alle Ehre, denn mit Süßigkeiten wird sie von Eltern am häufigsten befüllt (88 Prozent). Generell setzen  die meisten beim Inhalt der Schultüte auf Altbewährtes: 69 Prozent  packen die erste Schulausrüstung mit Federmäppchen und Co. in die  Zuckertüte. In mehr als jeder fünften Schultüte (22 Prozent) steckt  Geld und in jeder achten (12 Prozent) ist ein Gutschein zu finden.  Während im letzten Jahr noch in jeder neunten Zuckertüte (11 Prozent) ein Handy war, kann sich 2016 nur einer von 17 Erstklässlern über ein Mobiltelefon in der Schultüte freuen.

Top-Inhalte der Schultüte (Mehrfachantworten möglich)  

2016
Süßigkeiten 88 %
Schulausrüstung, z. B.
Schreibwaren 69 %
Spielzeug (außer Kuscheltiere) 52 %
Dinge mit symbolischen Charakter, z. B. Glücksbringer 45 %
Buch / Zeitschrift 42 %
Kuscheltiere 41 %
Obst / Lebensmittel 27 %
Geld 22 %
Musik-CDs, Hörspiele, iTunes Gutschein 20 %
Schmuck und Accessoires 14 %
Kleidung 13 %
Gutscheine (außer iTunes) 12 %
Filme (DVDs, Blu-rays) 9 %
MP3-Player / iPod 9 %
Handy / Smartphone 6 %

Zur Studie: 

Die repräsentative Umfrage wurde von RetailMeNot im Juni 2016 unter  1.018 deutschen Eltern schulpflichtiger Kinder durchgeführt. Alle  Ergebnisse sind unter folgendem Link einzusehen:  http://www.retailmenot.de/studien/einschulung-schultueten-2016

Über RetailMeNot 

RetailMeNot.de ist ein digitaler Marktplatz, der seinen Nutzern  kostenlos und tagesaktuell die besten Rabatte und Gutscheine für die  beliebtesten Online-Händler, Marken, Marktplätze und Restaurants  zusammenstellt. Die Plattform hilft Online-Shoppern mit tausenden von aktuellen Angeboten und Aktionen, bei ihren Lieblingsmarken und  -shops unmittelbar günstiger einzukaufen. Dabei arbeitet RetailMeNot  mit Partnern aus verschiedenen Kategorien wie Mode, Beauty, Sport,  Elektronik und Reise zusammen und bietet seinen Besuchern, auch durch die Unterstützung seiner aktiven Community preisbewusster Shopper, so geprüfte exklusive Gutscheincodes und andere Sparmöglichkeiten für  ihre Einkäufe.

RetailMeNot ist seit Mai 2012 auf dem deutschen Markt aktiv.
RetailMeNot.de ist Teil von RetailMeNot, Inc., dem weltweit führenden Marktplatz für digitale Angebote. RetailMeNot, Inc. wurde 2009 in  Austin, Texas (USA), gegründet und betreibt neben RetailMeNot.de  führende Gutscheinportale in den USA (RetailMeNot.com) und Kanada  (RetailMeNot.ca), UK (VoucherCodes.co.uk), Frankreich (Ma Reduc und  Poulpeo), den Niederlanden (ActiePagina.nl), Deutschland  (RetailMeNot.de), Spanien (RetailMeNot.es), Italien (RetailMeNot.it)  und Polen (RetailMeNot.pl). 2015 zählte RetailMeNot 718 Millionen  Besucher auf seinen Plattformen und konnte seinen Partnern 4,8  Milliarden US-Dollar in Einzelhandelsumsätzen ermöglichen.  RetailMeNot, Inc. ist ein börsennotiertes Unternehmen, das an der  NASDAQ unter dem Kürzel "SALE" geführt wird.

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