Direkt zum Hauptbereich

#Sonnenbrand - Kinder- und Jugendärzte beraten Eltern beim UV-Schutz

Deutsche Krebshilfe und Partner begrüßen erweiterte Vorsorgeuntersuchung

Flyer
"Clever in Sonne und Schatten"
der Deutschen Krebshilfe
(openPR)
Bonn (sts) openPRJeder Sonnenbrand im Kindesalter erhöht das Hautkrebsrisiko. Ab sofort werden Eltern daher im Rahmen der U5-Vorsorgeuntersuchung vom Kinder- und Jugendarzt auch über UV-Strahlung und -Schutz informiert. Dies sieht die überarbeitete Neufassung der Kinder-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses vor. Die U5 erfolgt bei sechs Monate alten Säuglingen und wird von der Krankenkasse bezahlt. „Gemeinsam mit dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte und der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention begrüßen wir dieses neue Beratungsangebot zur Prävention von Hautkrebs“, so Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. Zur Unterstützung hierfür stellt die Deutsche Krebshilfe Praxen für Kinder- und Jugendmedizin und Eltern kostenlos das Präventionsfaltblatt „Clever in Sonne und Schatten“ sowie eine UV-Checkliste bereit. Unter www.krebshilfe.de können diese kostenfrei angefordert werden. 

Die Zahl der Hautkrebsfälle in Deutschland hat sich in den letzten 40 Jahren vervierfacht: Fast 265.000 Menschen erkranken derzeit bundesweit jährlich neu an einem Tumor der Haut: rund 147.000 am Basalzellkarzinom, 87.000 am Plattenepithelkarzinom und mehr als 30.000 am gefährlichen malignen Melanom. Verursacht wird diese Krebsart maßgeblich durch ultraviolette Strahlung – ein Risikofaktor, der sich leicht vermeiden lässt.

Wir Kinder- und Jugendärzte haben eine Schlüsselrolle, wenn es darum geht, Eltern Neugeborener über richtigen UV-Schutz für ihren Nachwuchs aufzuklären“, sagt Dr. Thomas Fischbach, Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte e.V. (BVKJ). „In der Praxis erleben wir leider immer noch viele Eltern, die Sonnenbrände bei ihrem Kind als nicht weiter dramatisch empfinden. Hier gibt es noch viel Aufklärung zu leisten.

Experten sind sich einig, dass Sonnenschutz bereits bei den Jüngsten beginnen muss, denn: „Die in der Kindheit und Jugend erworbenen UV-Schäden der Haut sind maßgeblich für das spätere Entstehen von Hautkrebs verantwortlich“, sagt Professor Dr. Eckhard Breitbart, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention e.V. (ADP). „Die UV-empfindlichen Stammzellen liegen bei Kindern sehr viel dichter unter der Hautoberfläche als bei Erwachsenen und sind somit UV-Strahlen stärker ausgesetzt“, so Breitbart. Zudem tritt das „Alarmsignal“ Sonnenbrand bei Kindern später auf als bei Erwachsenen. Die Haut ist dann bereits geschädigt. Kann das körpereigene Reparatursystem dies nicht selbst beheben, entsteht Jahre später Hautkrebs.

Durch Sonnenschutz können UV-Schäden und Sonnenbrände sehr einfach verhindert werden. Bei Kindern gilt es in erster Linie, starke Sonnenbestrahlung zu vermeiden. Sonnengerechte Kleidung sowie richtig aufgetragene Sonnenschutzmittel bieten zusätzlichen Schutz. Wie dies im Alltag und Urlaub gelingen kann, erläutert das Präventionsfaltblatt „Clever in Sonne und Schatten“. Es bietet Eltern Hintergrundinformationen sowie praxistaugliche UV-Schutztipps und wird durch eine Checkliste ergänzt. Erarbeitet wurde es gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention, der Universitäts-Hautklinik Köln, dem Zentrum für Molekulare Medizin der Universität zu Köln sowie dem Präventionszentrum des Universitäts KrebsCentrums Dresden und dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V.

Das Präventionsfaltblatt mit dem Titel „Clever in Sonne und Schatten. Gut geschützt vor UV-Strahlen“, eine laminierte UV-Checkliste sowie weitere Materialien können Kinderarztpraxen, Eltern und Interessierte kostenlos bei der Deutschen Krebshilfe, Buschstr. 32, 53113 Bonn oder unter www.krebshilfe.de bestellen.

Informationen zur formalen und inhaltlichen Überarbeitung der Kinder-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) können unter folgendem Link eingesehen werden: www.g-ba.de/informationen/beschluesse/2287/


Bollock - das Kinder- und Jugendbuch zum Kindle Storyteller Award 2016

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Studie ermittelt: Das kostet ein Schulleben in Deutschland - #Schule

Berlin (ots) - Die Einschulung steht vor der Tür, aber die wenigsten Eltern wissen, welche Kosten auf sie zukommen, wenn ihr Kind in die Schule kommt. Das Vergleichs- und Shoppingportal idealo hat die Schulausgaben in Deutschlands Bundesländern etwas genauer unter die Lupe genommen und dabei Kosten wie Einschulung, Erstausstattung, Bücher- und Essenskosten, Verkehrstickets, Arbeitsmaterialien sowie Ausgaben für Klassenfahrten und Hortbetreuung, den mit Abstand am teuersten Kostenpunkt, kalkuliert* - das Ergebnis: Ein Schulleben in Deutschland kostet von der Einschulung bis zum Abitur durchschnittlich 20.700 Euro. Zur Einschulung geben alle Bundesländer in etwa 425 bis 525 Euro** aus, somit gestaltet sich der Start fast überall gleich. Doch ab dem ersten Schultag gehen die Kosten stark auseinander, Preisschwankungen sind im Bundesvergleich deutlich erkennbar. Das Schulleben ist in Niedersachsen am teuersten obs/ Idealo Internet GmbH/ idealo internet GmbH Mit 27.300 Euro ist ei...

"Matti und Sami und die drei größten Fehler des Universums" (NDR/MDR/KiKA/rbb)

Verhängnisvolle Schwindeleien bei LOLLYWOOD am 31. Januar 2020 Erfurt (ots) - Wie drei Lügen die Welt von Matti nach und nach in Schieflage bringen, zeigt KiKA am 31. Januar 2020 um 19:30 Uhr bei LOLLYWOOD in der Verfilmung des erfolgreichen Kinder- und Jugendromans " Matti und Sami und die drei größten Fehler des Universums " (NDR/MDR/KiKA/rbb) von Salah Naoura. Das Universum muss durcheinander geraten sein, findet der zehnjährige Matti (Mikke Rasch) - und zwar durch die unzähligen Lügen der Erwachsenen um ihn herum: Sein Vater Sulo (Tommi Korpela) behauptet, er habe einen neuen Job in der Schweiz, seine Mutter (Sabine Timoteo) schwindelt sich gemeinsam mit der Zeitung einen Delfin in den Ententeich und die vermeintlichen monatlichen Spenden aus der Familienkasse für Tiere in Not, gibt es auch nicht. Um das Gleichgewicht im Universum wieder herzustellen, beschließt Matti, selbst einige Lügen in die Welt zu setzen und hofft, damit dem Glück ein wenig nachzuhelfen. Mit H...

Fiete, Adam, Ella und Olivia sind die Trendnamen 2018

Berlin (ots) - Das Familienfinanzportal Elterngeld.de hat etwa 25% aller Geburtsmeldungen aus dem ersten Quartal 2018 ausgewertet und daraus eine repräsentative Vornamensstatistik für das aktuelle Jahr erstellt. Wie auch im Vorjahr führen Emma und Ben die Topliste an. obs/fabulabs GmbH/Elterngeld.de Die 10 beliebtesten Jungennamen mit Veränderung zum Vorjahr: Ben Leon (+1) Paul (+1) Felix (+1) Finn / Fynn (+3) Lukas / Lucas (+4) Maximilian (+4) Elias (+1) Noah (-3) Jonas (-8) Die 10 beliebtesten Mädchennamen mit Veränderung zum Vorjahr: Emma Emilia (+1) Hannah / Hanna (+1) Sofia / Sophia (-2) Mia Lina Mila Lea / Leah (+1) Clara / Klara (+2) Marie (-2) Eine vollständige Liste der Top 200 Vornamen aus 2018 gibt es hier: https://www.elterngeld.de/beliebteste-vornamen-2018/ Bei den Jungen gab es in den Top10 größere Verschiebungen: Finn kletterte von Platz 8 auf Platz 5, Lukas von 10 auf 6 und Maximilian von 11 auf 7. Jonas fiel hingegen von Platz 2 auf 1...