Direkt zum Hauptbereich

Cybergrooming - Der Schutz von Kindern kennt keine Kompromisse

Winkelmeier-Becker: Beim Cybergrooming muss schon der Versuch strafbar sein

Berlin (ots) - Cybergrooming ist aktuell wieder in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Erwachsene, die sich im Internet als Kinder ausgeben, um sexuelle Kontakte mit Kindern und Jugendlichen anzuknüpfen sind ein zunehmendes Problem. Die ARD sendet dazu heute einen Themenabend. Hierzu erklärt die rechtspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Elisabeth Winkelmeier-Becker:

"Beim Cybergrooming muss endlich auch der Versuch strafbar werden. Wir müssen jede Möglichkeit nutzen, um Kinder vor solchen Gefahren zu schützen. Dazu bedarf es endlich einer handfesten Sanktion. Das gilt auch dann, wenn der Täter unbewusst nur mit einem erwachsenen Lockvogel - etwa der Mutter des Kindes oder einem Polizisten - chattet und die geplante Tat deshalb im Versuchsstadium steckenbleibt. Wir haben kein Verständnis, dass Bundesjustizminister Maas die Forderung, endlich auch den Versuch des Cybergroomings unter Strafe zu stellen, bisher immer zurückgewiesen hat.


 

Mit dem im November 2014 verabschiedeten Gesetz "Zur Änderung des Strafgesetzbuches - Umsetzung europäischer Vorgaben zum Sexualstrafrecht" wurde die Strafbarkeit des sog. "Cybergroomings" zwar auf alle Formen der modernen Kommunikation ausgedehnt. Dies war nach Ansicht der Union aber zu wenig. Die Union forderte bereits damals die Einführung einer Versuchsstrafbarkeit. Dann wäre es bereits strafbar, wenn der Täter fälschlicherweise annimmt, dass er ein Kind im Internet in sexueller Absicht anspricht; tatsächlich aber mit einem Polizeibeamten oder den Eltern chattet, die sich als Kind ausgegeben haben. In derartigen Fallkonstellationen weist der Täter nachweislich die erforderliche kriminelle Energie auf, um sich mit einem Kind zu verabreden. Es ist dann nur eine Frage des Zufalls, ob der Täter - wie beabsichtigt - in sexueller Absicht Kontakt zu einem Kind aufnimmt, oder ob er zunächst an einen Erwachsenen gerät. Bereits in diesem Stadium liegt ein strafwürdiges Verhalten vor, das eine Strafbarkeit des Versuchs rechtfertigt.

Nach Ansicht von Experten würde eine Versuchsstrafbarkeit die Ermittlungsmöglichkeiten zur Überführung solcher Täter und die Chancen auf Verhinderung weiterer Taten maßgeblich steigern. Die Folge wäre eine erheblich größere Abschreckung potentieller Täter. Diesen präventiven Schutz dürfen wir unseren Kindern nicht verwehren. Bundesjustizminister Maas muss deshalb endlich handeln.
"

Kontakt:

CDU/CSU - Bundestagsfraktion
Pressestelle
Telefon: (030) 227-52360
Fax: (030) 227-56660
Internet: http://www.cducsu.de
eMail: pressestelle@cducsu.de


Buchtipp: Computerspiele: Überlegungen eines Vaters

Beliebte Posts aus diesem Blog

Problematischer Medienkonsum bei Kindern

Wenn das Smartphone unersetzlich wird
(PrNews24) sup.- 75 Prozent der Kinder im Alter von zwei bis vier Jahren spielen täglich bis zu 30 Minuten lang mit Smartphones. Zu diesem Ergebnis kommt die so genannte BLIKK-Studie, bei der u. a. mit Unterstützung des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) 6.000 Minderjährige im Hinblick auf ihren Umgang mit digitalen Medien befragt wurden. Jugendliche aktivieren ihre mobilen Telefone im Schnitt bereits 120- bis 150-mal am Tag. Das bedeutet laut dem Kinder- und Jugendpsychiater Prof. Christoph Möller (Hannover), dass alle Aktivitäten in der realen Welt, ob frühstücken, Hausaufgaben machen oder mit Freunden treffen alle neun bis zwölf Minuten unterbrochen werden. „Auf jedes Fiepsen, Brummen oder Klingeln wird unmittelbar reagiert“, so Prof. Möller.

Vor der Suchtgefahr von Smartphones, Tablets oder Computern warnt auch Marlene Mortler, die Drogenbeauftragte der Bundesregierung. 500.000 bis 600.000 Menschen seien in Deutschland Schätzu…

Programmierbarer Holzroboter nominiert für den TOMMI Kindersoftwarepreis

Cubetto ist Kandidat für den Sonderpreis Kindergarten und Vorschule
Freiburg i.B. – Der Programmierroboter Cubetto des Unternehmens Primo Toys konnte die Jury des renommierten TOMMI Kindersoftwarepreises überzeugen und wurde für den Sonderpreis Kindergarten und Vorschule nominiert. Der Jury gefällt besonders, dass der Holzroboter Kinder an abstraktes Denken und Programmieren heranführt und dabei ganz ohne Bildschirm auskommt. Bunte Bauklötze machen das Thema für Kinder anfassbar und unmittelbar erlebbar. Für diese Herangehensweise wird Cubetto auch in Montessori-Einrichtungen geschätzt.

Experten und Kinder testen Der TOMMI zeichnet innovative Apps, Computer- und Konsolenspiele sowie elektronisches Spielzeug für Kinder aus. Er hilft Eltern, ihre Kinder im Medienzeitalter zu unterstützen und zu begleiten, erzieht zu einem kritischen Umgang mit Computer- und Konsolenspielen und fördert nachhaltig die Medienkompetenz. Der Preis steht unter der Schirmherrschaft des Familienministeriums un…

Erstes medienpädagogisches Märchenbuch für Kinder und Erwachsene - @Hannes-Biene

Das erste medienpädagogische Märchenbuch hat die Smartphone-Nutzung zum Thema
Der Medienpädagoge Robert Behrens, die Illustratorin Jenny Karow und die Autorin Johanna Emil Fülle wollen ihr gemeinsames Buchprojekt „Guck doch mal! – Ein Medienmärchen für die ganze Familie“ über Crowdfunding finanzieren. Die Kampagne auf www.startnext.com läuft bis zum 27.10.2017

Zusammengefunden haben sich die drei Rostocker bereits Anfang des Jahres. Seitdem arbeiten Sie an ihrem Kinderbuch, um auf ein aktuelles Problem aufmerksam machen: das eigene Kind in Konkurrenz zu Neuen Medien.

„Ich hatte die Idee, als ich meinen Neffen zum Kindergarten gebracht habe“, sagt Initiator Robert Behrens. Dort habe er einige Eltern gesehen, die mehr mit ihren Smartphones als mit ihren Kindern beschäftigt waren. Eine Plakataktion des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern unter dem Titel „Heute schon mit ihrem Kind gesprochen?“ weist seit dem letzten Jahr an vielen Stellen darauf hin. „Ich habe die Plakate gesehen und wol…