Direkt zum Hauptbereich

Eltern schicken Kinder oft krank in die Kita Bedürftigkeit statt Betreuung Anneke Quasdorf

Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar:

Bielefeld (ots) - Es sind Schilderungen, die unweigerlich bestürzen: Eltern geben ihr krankes Kind aus Existenzangst lieber ab, als dem Arbeitgeber ihren erneuten Ausfall erklären zu müssen. Schlappe, mit Medikamenten fit geputschte Kinder müssen sich durch anstrengende Kita-Tage schleppen und bekommen keine Zeit zur Erholung zugebilligt.

Am besorgniserregendsten aber ist der Tenor der Erzieher in den Interviews und Gesprächen. Jene, die es am besten wissen müssen, sagen ganz klar: Wir werden den Kindern nicht gerecht. Wir können es gar nicht. Es fehlt an Zeit und an Personal. Das beginnt schon bei den gesunden Kindern. Die bitte gesund bleiben sollen. Täglich raus, täglich frische Luft ist eine der wichtigsten Maßgaben der Kinderärzte zur Abhärtung des Immunsystems. In vielen Kitas ist das gar nicht möglich. Weil niemand es schafft, jeden Tag 80 Kinder anzuziehen und nach dem Toben auf dem Freigelände wieder auszuziehen. Kranke Kinder in der Kita, das ist ein weiteres Beispiel das zeigt: Der Nachwuchs in Deutschland muss funktionieren. Damit Mama und Papa funktionieren können.

Alles dreht sich um Betreuung, niemand aber spricht von Bedürftigkeit. Es kann in unserer Gesellschaft keinen Weg zurück geben zur klassischen Rollenverteilung. Es ist richtig und wichtig, dass Frauen sich verwirklichen und absichern. Ohnehin ist es in den meisten Fällen nötig, dass zwei Ernährer den Familienunterhalt verdienen. Also müssen wir vorwärtsgehen. Zu fantasievolleren, wertschätzenderen, flexibleren Arbeitsmodellen.

Kontakt:

Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten@neue-westfaelische.de
http://www.neue-westfaelische.de


Buchtipp:
Bollock - das Kinder- und Jugendbuch zur Frankfurter Buchmesse 2016

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Studie ermittelt: Das kostet ein Schulleben in Deutschland - #Schule

Berlin (ots) - Die Einschulung steht vor der Tür, aber die wenigsten Eltern wissen, welche Kosten auf sie zukommen, wenn ihr Kind in die Schule kommt. Das Vergleichs- und Shoppingportal idealo hat die Schulausgaben in Deutschlands Bundesländern etwas genauer unter die Lupe genommen und dabei Kosten wie Einschulung, Erstausstattung, Bücher- und Essenskosten, Verkehrstickets, Arbeitsmaterialien sowie Ausgaben für Klassenfahrten und Hortbetreuung, den mit Abstand am teuersten Kostenpunkt, kalkuliert* - das Ergebnis: Ein Schulleben in Deutschland kostet von der Einschulung bis zum Abitur durchschnittlich 20.700 Euro. Zur Einschulung geben alle Bundesländer in etwa 425 bis 525 Euro** aus, somit gestaltet sich der Start fast überall gleich. Doch ab dem ersten Schultag gehen die Kosten stark auseinander, Preisschwankungen sind im Bundesvergleich deutlich erkennbar. Das Schulleben ist in Niedersachsen am teuersten obs/ Idealo Internet GmbH/ idealo internet GmbH Mit 27.300 Euro ist ei...

"Matti und Sami und die drei größten Fehler des Universums" (NDR/MDR/KiKA/rbb)

Verhängnisvolle Schwindeleien bei LOLLYWOOD am 31. Januar 2020 Erfurt (ots) - Wie drei Lügen die Welt von Matti nach und nach in Schieflage bringen, zeigt KiKA am 31. Januar 2020 um 19:30 Uhr bei LOLLYWOOD in der Verfilmung des erfolgreichen Kinder- und Jugendromans " Matti und Sami und die drei größten Fehler des Universums " (NDR/MDR/KiKA/rbb) von Salah Naoura. Das Universum muss durcheinander geraten sein, findet der zehnjährige Matti (Mikke Rasch) - und zwar durch die unzähligen Lügen der Erwachsenen um ihn herum: Sein Vater Sulo (Tommi Korpela) behauptet, er habe einen neuen Job in der Schweiz, seine Mutter (Sabine Timoteo) schwindelt sich gemeinsam mit der Zeitung einen Delfin in den Ententeich und die vermeintlichen monatlichen Spenden aus der Familienkasse für Tiere in Not, gibt es auch nicht. Um das Gleichgewicht im Universum wieder herzustellen, beschließt Matti, selbst einige Lügen in die Welt zu setzen und hofft, damit dem Glück ein wenig nachzuhelfen. Mit H...

Digitale Bildung: E-Books an Schulen vor dem Durchbruch #debk #Bildung

Düsseldorf (ots) - Laut einer PwC-Studie könnte der Anteil von E-Books an den Gesamterlösen im Schulbuchmarkt bis 2021 auf fast 40 Prozent steigen / 53 Prozent der Bundesbürger zeigen sich inzwischen offen für elektronische Schulbücher / In Haushalten mit schulpflichtigen Kindern liegt die Zustimmung sogar bei 59 Prozent / Befragte sehen geringeres Gewicht und ständige Aktualität des Lehrmaterials als wichtige Vorteile / PwC-Experte Ballhaus: "Die Frage, wann das E-Book in die Schulen kommt, ist für viele Verlage hierzulande existenziell" An vielen deutschen Schulen könnte der Einsatz elektronischer Lehr- und Lernmaterialien schon bald der Normalfall sein - das geht aus einer Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC hervor. Demnach könnte der digitale Anteil an den Gesamterlösen im Schulbuchmarkt von derzeit 4,3 Prozent bis 2021 auf fast 40 Prozent steigen. Eltern signalisieren Unterstützung für die Umstellung: So zeigt eine separat durchgeführte repräs...