Montag, 21. November 2016

Junge Menschen FAIRwandeln die Welt Neuer Preis für entwicklungspolitisches Engagement in Frankfurt verliehen

Frankfurt am Main/Bensheim (ots) - Erstmals hat die Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie aus dem hessischen Bensheim am Freitagabend den bundesweit ausgeschriebenen FAIRWANDLER-Preis für entwicklungspolitisch engagierte junge Menschen verliehen. Fünf innovative Projekte aus verschiedenen Kategorien haben den Preis gewonnen. An der Verleihung in der jugend-kultur-kirche sankt peter nahmen rund 200 Gäste teil.

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Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie/
© Malte Kirsch/
KKS
Wie gelingt es, dass wir uns in Deutschland für ein interkulturelles Zusammenleben öffnen? Wie können wir Wirtschaft fair und nachhaltig gestalten? Wie können wir ein Sprachrohr für diejenigen sein, die etwas zu sagen haben, aber kein Gehör finden? Dies sind Fragen, auf die die Preisträgerinnen und Preisträger mit ihren ausgezeichneten Initiativen Antworten gefunden haben. Allen gemeinsam ist, dass sie mehrere Monate in einem Entwicklungsland gelebt haben und danach mit veränderten Sichtweisen nach Deutschland zurückgekehrt sind. Für sie waren die intensiven persönlichen Erfahrungen der Auslandszeit die Initialzündung für ihr gesellschaftliches Engagement in Deutschland. Sie setzen sich für soziale Gerechtigkeit ein oder machen mit Aktionen auf globale Missstände aufmerksam. Denn: "Wir alle tragen Verantwortung für die Zukunft unserer Einen Welt. Junge Menschen, die verändern und mitgestalten wollen, sind ein besonderer Gewinn für unsere Gesellschaft", erklärt Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller, Schirmherr des FAIRWANDLER-Preises.

Ins Leben gerufen hat den FAIRWANDLER-Preis die Karl Kübel Stiftung (KKS) in Kooperation mit anderen Nichtregierungsorganisationen. "Mit unserem bundesweiten Preis wollen wir junges, entwicklungspolitisches Engagement sichtbar machen und fördern", so Matthias Wilkes, Stiftungsratsvorsitzender der KKS. Die Preisträgerinnen und Preisträger aus Dortmund, Konstanz, Ottersweier, Hamburg und Osnabrück erhalten eine Förderung von jeweils 2.500 Euro für ihre Projekte sowie ideelle Unterstützung von ehrenamtlichen Patinnen und Paten.

Mit dem FAIRWANDLER-Preis knüpft die KKS an das Vermächtnis ihres Stifters an: Schon in den 1990er-Jahren hatte der ehemalige Unternehmer Karl Kübel das Potenzial kritischer junger Menschen als Multiplikatoren für globale Verantwortung erkannt und gefördert. Seit neun Jahren entsendet die Stiftung im Rahmen des entwicklungspolitischen Freiwilligenprogramms weltwärts junge Menschen zu Partnerprojekten in Indien und auf die Philippinen. Dort erhalten sie Einblicke in ökologischen Landbau oder lernen Frauenförderungs- und Bildungsprogramme kennen.

Stellvertretend für den Entwicklungsminister würdigte der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Silberhorn die Preisträgerinnen und Preisträger: "Die ausgezeichneten Fairwandlerinnen und Fairwandler zeigen uns: Auslandsaufenthalte wie Freiwilligendienste können weit mehr sein als eine persönliche Horizonterweiterung oder ein Karrierebaustein für den Lebenslauf. Sie bringen Veränderungsbereitschaft und junges Engagement in unsere Gesellschaft zurück."

Weitere Informationen zum Preis, den Preisträgerinnen/ Preisträger:
www.fairwandler-preis.org

Die Preisträgerinnen und Preisträger und ihre Projekte

Kategorie: Journalismus / Künstlerisches Engagement:

Lena Dorfschmidt aus Osnabrück: "Open History Project", ein
internationales Zeitzeugenprojekt mit mehr als 400 ehrenamtlichen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weltweit

Niklas Rudolph aus Dortmund: Projekt "mitten.drin", ein
Online-Magazin, an dem 40 junge Leute mit Auslandserfahrung arbeiten.
Es zeigt auf zeitgemäße Weise Möglichkeiten des Engagements in
Deutschland auf und motiviert andere zur Nachahmung.

Kategorie: Interkulturelles Zusammenleben:

Marlene Gärtner aus Konstanz: "Bridging Gaps e.V.", ein
Antirassismus-Projekt mit dem Partnerland Südafrika

Kategorie: Bildung:

Lisa Ziegler aus Ottersweier: "Sichtwechsel - Stadtbilder Afrika" -
ein Projekt, das ein alternatives Afrikabild zeigen möchte

Kategorie: Social Entrepreneurship:

Felix Nasser aus Hamburg: "SchokoLüne - ein Partnerschaftlicher
Handel des Lünebohne e.V.
", ein Projekt zu alternativem, fairem
Handel

Die Karl Kübel Stiftung

Die Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie wurde 1972 von dem Unternehmer Karl Kübel (1909-2006) gegründet. Sie ist sowohl in Deutschland als auch in ausgewählten Entwicklungsländern tätig. Die Stiftungsarbeit basiert auf der Überzeugung, dass stabile Familien die Voraussetzung für eine optimale kindliche Entwicklung sowie für eine zukunftsfähige Gesellschaft bilden. Ziel der Stiftung ist die präventive Stärkung von Erziehenden, damit sie Kinder in ihren Bildungs- und Entwicklungsaufgaben bestmöglich unterstützen und fördern können. "Hilfe zur Selbsthilfe" und ein ganzheitlicher Projektansatz sind dabei wichtige Prinzipien.

Kontakt:

Juliane Lehmann
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie
Darmstädter Straße 100, D 64625 Bensheim
Telefon +49 (6251) 7005 62 | Fax +49 (6251) 7005 8862
eMail j.lehmann@kkstiftung.de | www.kkstiftung.de


Buchtipp:
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